Reformation neu feiern: Reset Hoffnung

Seitdem der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen ist, geben sich die evangelischen Kirchen im Land dafür ein gemeinsames Motto. Der erste Teil bleibt über die Jahre konstant: „Reformation neu feiern“.

In diesem Jahr haben haben sich die evangelischen Kirchen in Niedersachsen entschieden, den Begriff „Hoffnung“ in den Mittelpunkt zu stellen:

Reformation neu feiern: Reset Hoffnung

Angesichts der gesellschaftlichen und außenpolitischen Unruhe und zunehmenden Unsicherheiten soll der Reformationstag bewusst ein Hoffnungszeichen setzen.

Reset Hoffnung eröffnet lädt dazu ein, den Begriff der Hoffnung neu zu bedenken. Paulus beschreibt Hoffnung als in der Gnade Gottes verankert, nicht als Folge menschlicher Leistung (Römer 5). Das Bild „Reset“  trifft in Zeiten gesellschaftlicher Erschöpfung, politischer Polarisierung und vielfältiger Krisen auf Resonanz: Wo vieles scheinbar feststeckt und nicht mehr funktioniert, wächst die Sehnsucht nach einem wirklichen Neustart.

Damit knüpft das Motto für den Reformationstag auch an die Jahreslosung 2026 an: „Gott spricht: Siehe, ich mache alle neu!“ (Offenbarung 21,5). Die christliche Hoffnung ist kein bloßes Weitermachen mit kleinen Veränderungen, sondern ein Neuanfang aus der Gnade Gottes.

„Reset Hoffnung" verbindet somit die reformatorische Grundüberzeugung mit einer Einladung, Hoffnung nicht in menschlicher Machbarkeit zu suchen, sondern neu im Evangelium zu entdecken.

In den kommenden Wochen werden auf dieser Seite weitere Gottesdienstentwürfe und Materialien für den Reformationstag eingestellt, die das diesjährige Motto aufnehmen und Anregungen geben für Gottesdienste, weitere Veranstaltungen und Aktionen rund um den Reformationstag.